* Seniorenbetreuung geht weiter

Seniorenbetreuung geht weiter
Mit uns Seniorenbetreuung geht Weiter

Seniorenbetreuung geht weiter
Bei uns funktioniert es so, dass der Kunde einen Vertrag mit dem Unternehmen hat, in dem der Betreuer/in angestellt ist.

Eines der größten Probleme im Moment ist die Logistik und Organisation der Reisen des Personals zum Kunden und (Gott sei Dank) nicht die Betreuung selbst. Die Preise sind horizontal nach oben gestiegen. Bis jetzt liegen sie in der Spanne von 200€ bis sogar 500€ pro Fahrt (Normaler Preis war zwischen 50€ bis 130€ pro Fahrt pro Person je nach Busgesellschaft). Dies ist eine schockierende Nachricht für die Kunden, aber ich muss zugeben, dass die meisten von den Kunden dies sehr ruhig und verständnisvoll akzeptieren. Es gibt auch diejenigen, die anfangs extrem schockiert sind, aber leider haben wir keinen Einfluss und keine Alternative anzubieten.

Es ist auch klar, dass die Betreuer und Betreuerinnen verschiedene Bedenken haben, einige von ihnen machen sich Sorgen, ob sie wie geplant nach Hause zurückkehren können. Jeder weiß, dass sie sich bei ihrer Rückkehr nach Hause einer 14-tägigen Quarantäne unterziehen müssen, und das gilt nicht nur für sie, denn wenn sie mit ihrer Familie wohnen, wird die ganze Familie unter Quarantäne gestellt.
Viele von ihnen wiederum wollen arbeiten, weil es das einzige Einkommen ist, das sie haben. Sie haben auch Angst, eine solche Entscheidung zu treffen, denn es ist nicht sicher, ob sie mit dem Virus nicht infiziert werden und sie werden in Deutschland allein und fern von der Familie sein.

Eine Firma aus Litauen zum Beispiel, mit der wir ebenfalls zusammenarbeiten, kann mir für heute keinen Betreuungsvorschlag schicken, weil die Ausreise aus diesem Land bis Mitte April 2020 ausgesetzt wurde und niemand weiß, ob sie nicht wieder verlängert wird.
Die litauischen Betreuer/innen, die im Auftrag arbeiten, verlängern meist ihren Aufenthalt beim Kunden, weil sie befürchten, dass sie nach ihrem Aufenthalt zu Hause nicht mehr zur Arbeit zurückkehren können.

Dies gilt auch für das Personal aus Polen, denn es ist bekannt, dass die Entscheidungen und Anordnungen der Regierung jeden Tag neu sind und niemand weiß, ob es möglich sein wird, das Land in einigen Tagen zu verlassen. 

Eine weitere Sorge, und zwar seitens der Kunden und der Betreuer/innen ist, dass es nicht möglich ist, auf „Anfrage“ für eine Betreuerin/Betreuer, die zum Senior kommen soll, Tests auf Coronavirus“ durchzuführen. Andererseits, selbst wenn es möglich wäre, wäre die Zeit der Ankunft einer solchen Person zu einer bestimmten Familie, in der normalerweise jeder so schnell wie möglich betreut werden möchte, sehr lang.
Auf der anderen Seite funktioniert es genauso, es ist dem Betreuer/in unbekannt, ob die Senioren und deren Familie „frei“ vom Coronavirus sind.

Ein Problem von „weniger Wichtigkeit“ ist, dass die Betreuer/innen nach Kriterien wie: gutes Deutsch, Führerschein, keine Raucher, Geschlecht, und andere – gesucht werden. Nicht  alle Kriterien können in dieser Zeit beachtet werden – da kann es vorkommen, dass man entweder Abstriche macht oder dass man zum Beispiel in ein strikten Nichtraucher Haushalt doch eine Raucherin akzeptiert.  
Unschön zu sagen ist, dass die Kunden sozusagen aufgerufen werden, Vorschläge unter dem Motto „nimm, was ich habe – ich weiß nicht ob ich noch was bekomme“ anzunehmen.
Ich bemühe mich jedoch, dass zumindest diese eine Anforderung, die die Deutschkenntnisse betrifft, so nah wie möglich an den Wünschen des Kunden liegt. Meine Kunden wünschen sich meist ein befriedigendes bis sehr gutes Deutschniveau, und das möchte ich ihnen wenigstens so lange wie es geht anbieten. 

Wir als Kolba-med-Agentur arbeiten je nach Bedarf nur per Telefon, E-mail oder Videokonferenz (ganz nach Wunsch) mit dem Kunden zusammen und versuchen, alles zu tun, was wir im Moment auch tun können in dieser außergewöhnlichen Situation.

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